Die Stadt Aschaffenburg ist bereits seit über 20 Jahren aktiv in der Förderung der Umweltbildung und kooperiert eng mit den örtlichen Naturschutzverbänden und anderen in der Umweltbilung aktiven Institutionen. Derzeit werden von der Stadt Aschaffenburg dafür jährlich Mittel zur Verfügung gestellt.
Ab 2009 wurde der Wunsch nach Einrichtung eines festen Anlaufpunktes für die Umweltbildung verstärkt. Mit der Ausweisung des Naturschutzgebiets und Kauf des ehemaligen „Range Controls“ fand sich ein bevorzugter Ort dafür. Neben dem Naturschutzgebiet befinden sich noch weitere Flächen, die sich für die Umweltbildung eigenen.
Im Rahmen einer Agenda21-Gruppe wurde zusammen mit Vereinen und Initiativen erarbeitet auf welche Weise die Umweltbildung in Aschaffenburg weiter gefördert werden kann. Auch hier stand eine feste Anlaufstation ganz oben auf der Wunschliste.
Angrenzend an das Naturschutzgebietes baut die Stadt Aschaffenburg im Gelände der ehemaligen Range Control die Umweltstation. Aus Kostengründen ist dies ein unbeheiztes Holzhaus zur saisonalen Nutzung. Die Finanzierung des Bauwerks ist bereits gesichert. Für den Bau werden überwiegend umweltfreuundliche Materialien verwendet. Das Gebäude soll so konstruiert werden, dass auch gebäudebewohnende Arten (z.B. Fledermäuse) hier Unterschlupf finden können. Zur regenrativen Stromerzeugung wird eine Photovoltaikanlage durch den Solarverein Aschaffenburg in Kooperation mit der Hochschule Aschaffenburg installiert.
Das Gebäude bietet einen großen Raum für Vorträge und Veranstaltungen aus dem Bereich der Umweltbildung mit den dazugehörigen Nebenräumen. Außerdem ist ein Schleuderraum für den Bienenzuchtverein Schweinheim vorgesehen, der auch im Außenbereich einen Lehrbienenstand einrichten möchten.
Das Außengelände liegt derzeit noch brach und soll nach und nach mit den in Umweltbildung kooperierenden Vereinen gestaltet werden. Geplant ist, Biotope zu entwickeln, die auch im benachbarten Naturschutzgebiet vorhanden sind. Somit sind die Lebensräume für Besucher zugänglich und erlebbar, was im Naturschutzgebiet nur bedingt möglich ist.
Teile der bislang asphaltierten Flächen sollen entsiegelt werden und mit einheimischen Gehölzen begrünt werden. Ein Kompostgestell ermöglicht den Kreislauf organischer Abfälle.
Die Station soll Umweltbildung mit Herz, Hirn und Hand ermöglichen.

Ziele
Stärkung der Umweltbildung in allen Bevölkerungsgruppen und Erweiterung des bisherigen Angebots:

  • Fester Anlaufpunkt mit Infrastruktur wie Mobiliar, Beamer, Projektionsflächen, Grundausstattung mit Materialien zur Umweltbildung etc.
  • Platz für kleine Ausstellungen zum Thema Natur- und Umweltschutz
  • Möglichkeit der Lagerung von Materialien zur Umweltbildung
  • Startpunkt für Exkursionen ins Gelände: Naturschutzgebiet mit Urwildpferden, Ökokontogebiet Neurod, Schweinheimer Wald

Wir förderten dieses Projekt 2017 mit 1.950 €.

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